Häufig gestellte Fragen

Ist das eine Sekte?
Nicht der Begriff ist wichtig, sondern die Sache. Bevor eine konkrete Person oder Gruppe mit einem "Etikett" versehen wird, sollte zunächst der Sachverhalt geklärt werden. Nutzen Sie die Prüfliste: Woran erkenne ich eine "Sekte"?

Ist diese Gruppe gefährlich?
Ein pauschales "Ja" oder "Nein" auf diese Frage können wir nicht geben, "Gefahr" ist ein relativer Begriff. Es gibt jedoch einige "objektive" Gefahren bei sektiererischen Gruppen, zum Beispiel Rechtswidrigkeiten, medizinische Scharlatanerie, Manipulationen oder Bewusstseinskontrolle. Hinzu können "subjektiv" empfundene Gefahren wie Ängste, Verfolgungsgefühle oder Orientierungslosigkeit kommen. Wir haben einige Merkmale sektiererischer Gruppen zusammengestellt. Sollten Sie sich unsicher sein, wenden Sie sich direkt an uns.

Verbirgt sich Scientology hinter dieser Gruppe?
Ob Scientology im konkreten Fall der wahre Initiator der Gruppe, der Vereinnahmung oder des Kurses ist, werden wir im Einzelfall prüfen. Das Ergebnis der Überprüfung wird umso aufschlussreicher, je mehr Informationen wir von Ihnen erhalten. Dabei ist keineswegs alles, was nicht Scientology ist, unbedenklich.

Kann man Sekten nicht verbieten?
Nach dem Artikel 4 des Grundgesetzes gilt die Religions- und Weltanschauungsfreiheit in unserem demokratischen Gemeinwesen für alle Bürgerinnen und Bürger, für alle religiösen und weltanschaulichen Organisationen.
Nur wenn sich eine Gruppierung kriminell oder verfassungsfeindlich verhält, kann ein Verbot in Erwägung gezogen werden. Nach unserer Rechtsordnung dürfen Menschen zwar alles glauben, was sie wollen, aber sie dürfen nicht alles machen, was sie glauben. Wichtiger als Verbote und Tabuisierungen sind die Information über die religiöse und weltanschauliche Szene und die sachliche Auseinandersetzung mit sektiererischen Systemen und ihren Gefahren.

Warum tun die Kirchen nichts gegen Sekten?
Wir informieren, bilden fort, unterstützen Betroffene und arbeiten vernetzt mit anderen zuständigen Institutionen. Die Kirchen engagieren sich sehr stark in Beratung und Seelsorge. Sie finden, es könnte noch mehr sein? Was wünschen Sie sich?

Warum tut der Staat so wenig?
Der Staat muss beim Thema Sekten die von der Verfassung gezogenen Grenzen der Neutralitätspflicht in religiösen und weltanschaulichen Dingen beachten. Erst wenn die Religions- und Weltanschauungsfreiheit dazu missbraucht wird, Menschen ihrer allgemeinen Rechte zu berauben, kann und muss er verwarnen, gegebenenfalls Sanktionen verhängen oder die Gruppe sogar verbieten. Der Staat unterhält Dienststellen, die sich mit diesem Themenbereich beschäftigen. Allerdings dienen sie oftmals nur dem innerbehördlichen Informationsaustausch - abgesehen von einigen nützlichen Info-Broschüren für die Öffentlichkeit.

Ich gehöre nicht der evangelischen Kirche an. Erhalte ich trotzdem bei Ihnen Beratung?
Egal ob Sie aus der Kirche ausgetreten sind, nie Mitglied waren oder einer anderen Konfession, Kirche oder Religion angehören - wir haben ein offenes Ohr für Ihr Anliegen.

Kostet mich Ihre Beratung etwas?
Nein. Unsere Beratung ist für Sie kostenlos. Sie finanziert sich aus den Beiträgen und Spenden der Kirchenmitglieder.